Über insgesamt 150 km Leitungsnetz und 52 Trafo-Stationen werden rund 10 Millionen KWh transportiert. 1.650 Kunden erhalten über dieses Netz klaglose Versorgungssicherheit. Ein Netzwerk dieser Größenordnung verlangt von den Feistritzthaler Elektrizitätswerken doch einiges an Wartungsarbeiten, Logistik und Koordination. 

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Bereits seit 1902 wurde in der Schlachermühle mit einer elektrischen Anlage mit 110 V und 60 A Strom erzeugt. Es gab aber noch kein Leitungsnetz, das diesen Strom in den Ort nach Großwilfersdorf transportierte. 

Auch in den Nachbarortschaften von Großwilfersdorf wurde der Wunsch nach einer Elektrizitätsversorgung immer größer und es wurden zu diesem Zwecke eigene E-Genossenschaften gegründet. 1921 erfolgte der Anschluss der Gemeinden Söchau, Söchau Umgebung, Lindegg und Loimeth durch den Bau von Hochspannungsleitungen. 1923 erweiterte sich das Einzugsgebiet um die Orte Jobst und Radersdorf. Maierhofen folgte 1924. Durch die Vergrößerung des Einzugsgebietes war 1922 ein Neubau der Versorgungszentrale notwendig geworden. Die Baukosten beliefen sich auf 4,8 Mio. Kronen. 1927 gab es erstmalig auch Stromzähler für die Erfassung der elektrischen Arbeit. 1936 erweiterte sich das Versorgungsgebiet um die Ortschaften Aschbach, Ruppersdorf und Tautendorf. 1941 wurde  eine Netzverbindung von Großwilfersdorf nach Fürstenfeld erbaut. Neu ans Netz angeschlossen wurden die Ortschaften Söchauberg, Sacherberg, Steinberg, Kühberg und Herrnberg. 

Im Mai 1955 erfolgte die Umstellung der Spannung von 220 auf 380 Volt. Durch den stetig steigenden Strombedarf waren in den 1970er Jahren die Erneuerung und der Ausbau sämtlicher Hochspannungsleitungen erforderlich. Um die Versorgung des Rittscheintales sicherzustellen, wurde 1970 eine Ringleitung von Großwilfersdorf über Herrnberg-Söchau-Maierhofen-Großwilfersdorf errichtet.

In den Jahren 1990-1992 wurden Teilgebiete des Versorgungsnetzes mit neuen Hochspannungsleitungen versehen.  

Am Beginn des neuen Jahrtausends wurde intensiv in die Versorgungssicherheit des Netzes investiert. Zwischen 2000 und 2003 wurde das gesamte Mittelspannungsnetz von 5 KV auf 20 KV umgerüstet. Zusätzlich wurden die Schaltanlagen und die Schaltzentrale vollständig erneuert. Die gesamte Investitionssumme betrug dafür 1,2 Mio. Euro.
Die bestehende 20 KV Freileitung im Waldstück vom Fuchsberg nach Lindegg wurde 2009 durch eine Erdkabelleitung ersetzt. Dadurch konnte die Netzsicherheit insbesondere bei Schneebruch im Winter deutlich verbessert werden. 

Im Bereich der Netzversorgung startet im Jahr 2017 die flächendeckende Umstellung der Messzähler auf die Smart-Meter Technologie. Dadurch soll der Energieeinsatz noch effizienter erfolgen und die Stromkunden können ihren Energieverbrauch noch besser steuern.