Stromerzeugung

Mit 4 Wasserkraftwerken und einer installierten Leistung von 870 kW werden im Jahr rund 3.500 MWh an Strom erzeugt. Dieser wird über unser 20 kV Stromnetz - rund 150 km - zu unseren Kunden transportiert.


2016: Kraftwerk IV - Restwasserkraftwerk

Fallhöhe: 3,77 m
Leistung: 90 kW
Durchschnittliche Erzeugung: 420 MWh/Jahr 
Das direkt an der Wehranlage des Ausleitungskraftwerkes „Werk I“ in Großwilfersdorf im Juni 2016 neu errichtete Restwasserkraftwerk wurde mit einer Kaplanturbine mit einem Schluckvermögen von 3,0 m³/s ausgerüstet. Damit gelingt es einerseits eine energieeffiziente und kontrollierbare Abgabe der vorgeschriebenen Restwassermenge von 1.490 l/s zu bewerkstelligen und kann andererseits auch auftretendes und über den Ausbaudurchfluss (7,0 m³/s) der Bestandsanlage „Werk I“ vorhandenes Überwasser energetisch genutzt werden. Mit der Realisierung der Fischaufstiegshilfe als technischer enature® Fishpass wurde die Durchgängigkeit der Feistritz bei der Wehranlage des Ausleitungskraftwerkes „Werk 1“ wieder hergestellt. Die Möglichkeit der Aufwärtswanderung der Fische ist dadurch wieder gegeben. Somit gelingt es einerseits der Ökologisierung der Restwasserstrecke nachzukommen und andererseits die damit verbundenen Erzeugungseinbußen bei der Bestandsanlage nahezu wettzumachen.


2007: Kraftwerk III - Maierhofen

Fallhöhe: 2,3 m
Leistung: 238 kW
Durchschnittliche Erzeugung: 1.100 MWh/Jahr 
Nutzbar ist hier eine Ausbauwassermenge von 11 m3/s bei einer Fallhöhe von 2,29 Meter. Der Durchmesser des Laufrades der Kaplanturbine beträgt knappe zwei Meter. Die Initiative zum Bau des Kraftwerks in Maierhofen geht auf das Jahr 2005 zurück. Nach Erhalt der behördlichen Genehmigung konnte schließlich im April 2007 mit dem Bau des Kraftwerks begonnen werden. Nach einer Gesamtbauzeit von 7 Monaten konnte das Kraftwerk am 26. November 2007 in Betrieb genommen werden. Die neue Anlage produziert im Jahr rund 1,1 Millionen kWh sauberen Strom und trägt dabei ganz wesentlich zur Erhöhung des Eigen-Energieversorgungsanteils der Feistritzthaler Elektrizitätswerke bei.


1981: Kraftwerk II - Schlacher

Fallhöhe: 3,8 m
Leistung: 292 kW
Durchschnittliche Erzeugung: 1.200 MWh/Jahr 
Am 7. Jänner 1980 wurde mit dem Bau der Kraftwerksanlage II (Schlachermühle) begonnen. Die Bauausführung erfolgte durch die Firma Heinrich Bau aus Fürstenfeld. Die maschinelle Ausrüstung (Kaplan-Rohrturbine) erfolgte durch die Firma Kössler, die elektronischen Einrichtungen durch die Firma Siemens. Trotz eines starken Hochwassers, das die teilweise fertige Baustelle zur Gänze überflutete, konnte die Anlage am 23.1.1981 fristgerecht in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten betrugen 12,5 Mio. Schilling. Am 20.9.1981 erfolgte gemeinsam mit der 65 Jahr Feier der Genossenschaft die feierliche Eröffnung des neuen Kraftwerkes. 


1931 bzw. 1987: Kraftwerk I - E-Werk-Zentrale

Fallhöhe: 4,1 m
Leistung: 270 kW
Durchschnittliche Erzeugung: 1.400 MWh/Jahr
Da durch den Eisstoß im Jahr 1979 die Produktion im KW I deutlich zurückgegangen war, beschloss man 1985 den Neubau. Baubeginn war 1986 und mit der Bauausführung wurden die gleichen Firmen beauftragt wie beim Kraftwerk Schlachermühle. Am 15. August 1987 konnte mit dem Probebetrieb gestartet werden. Die feierliche Segnung erfolgte am 4. September 1988. Die Gesamtkosten für Kraftwerk (Kaplan-Rohrturbine), Wehranlage und Schaltanlagen betrugen 21 Mio. Schilling.